Die Jugend forscht und Schüler experimentieren

"Frag' nicht  mich. - Frag' Dich." war das Motto der diesjährigen Jugend forscht-Wettbewerbe. In Oberfranken fand der Regionalwettbewerb an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hof statt: Am 21.2. "Schüler experimentieren" für die Schülerinnen und Schüler bis 14 Jahre und am 22.2. "Jugend forscht" für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 15 Jahren.

Bei "Schüler experimentieren" startete das GCE mit drei Teams aus der 5. Klasse: Anna Müller untersuchte das Wachstum von Kresse auf verschiedenen Untergründen. Lucius Schneider trennte die Farbstoffgemische verschiedener Farbstifte  und untersuchte die Fließeigenschaften der Farben auf unterschiedlichen Papierqualitäten. Für seine farbenfrohe Präsentation erhielt er einen Sonderpreis. Lea Korzeniowski, Philine Schmid und Julian Eckstein hatten verschiedene Röhrenlabyrinthe konstruiert, um das Wachstum von Bohnenkeimlingen zu beobachten. Sie stellten dabei fest, dass Bohnenkeimlinge sich nicht am Licht orientierten, sondern einfach direkt nach oben wuchsen. Mit ihren kreativen Experimenten errangen sie einen sehr guten zweiten Platz im Fachbereich Biologie - ein erster Platz wurde dort in diesem Jahr gar nicht vergeben! ... für ihre allererste Teilnahme am Regionalwettbewerb eine tolle Leistung!

Am zweiten Tag war das GCE mit "nur" zwei Seminararbeiten aus der Physik und der Chemie der Q12 vertreten: Alexander Schmidt stellte seine Untersuchungen zu Mikroplastik in verschiedenen Körperpflegeprodukten vor. Stefan Barthelmann hatte sein Modellexperiment zur Bragg-Reflexion mit Ultraschall aufgebaut. Er erhielt für seine Untersuchungsmethoden mit Ultraschall den Sonderpreis der DGZfP, der Deutschen Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung.

Und auch Alexander von Humboldt war in seinem Jubiläumsjahr 2019 (250. Geburtstag) in Oberfranken dabei: Auf Initiative unserer Schule wurde in den weitläufigen Gängen der Hochschule Hof an zentraler Stelle ein Teil der Ausstellung des Alexander von Humboldt-Kulturforums Goldkronach zu Humboldts Wirken in Oberfranken gezeigt: Unter dem Motto "Humboldt... hätte auch bei Jugend forscht mitgemacht..." wurden Humboldts wichtige Beiträge zur Wiederbelebung des Bergbaus im Fichtelgebirge, einige seiner technischen Erfindungen sowie seine Bedeutung für die Wissenschaften insbesondere durch seine große Reise nach Südamerika dargestellt. So wie Humboldt durch seine fünfjährige Tätigkeit in Oberfranken zu späteren wissenschaftlichen Fragen inspiriert wurde, kann sein vernetztes Denken, seine fächerübergreifende wissenschaftliche "Neugier" und seine Ausdauer beim Forschen eine Inspiration für die oberfränkischen Jungforscher sein.

Höhepunkt der beiden Regionalwettbewerbe war schließlich die feierliche Preisverleihung. Aufgrund der kleinen Teilnehmerzahl unserer Schule reichte es in diesem Jahr für das GCE leider nicht für einen der begehrten Schulpreise. Umso überraschender war es dann aber, dass das GCE neben der Realschule Ebrach für seine Betreuung von Jugend forscht-Arbeiten mit dem Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet wurde.

Reich an neuen Erfahrungen und mit Motivation zu weiteren Forschungsprojekten fuhren die Teilnehmer zurück nach Bayreuth.

... und die nächsten Forschungsprojekte sind bereits im Entstehen. Wer noch mit eigenen Ideen einsteigen möchte, kann sich jederzeit an den Betreuungslehrer für Jugend forscht am GCE, Markus Lenk, oder an jede andere Lehrkraft aus den Naturwissenschaften an unserer Schule wenden.

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern