VdF: Dürer, Celtis und Herkules

Dienstag, 9. Oktober 2012 - 19:00

Am Dienstag, den 09.10.2012, findet im Megaron des GCE um 19:00 Uhr ein öffentlicher Vortrag mit dem Thema Tobender Irrsinn – Dürer, Celtis und der „Herkules“ von 1496 statt. Referent ist Dr. Thomas Schauerte, Leiter des Albrecht-Dürer-Hauses und der Graphischen Sammlung in Nürnberg. Im Rahmen seiner Vortragsreihe lädt der Verein der Freunde des humanistischen Gymnasiums zu dem genannten Vortrag alle Interessenten herzlich ein. Der Eintritt ist wie immer frei.


Tobender Irrsinn – Dürer, Celtis und der „Herkules“ von 1496

Herakles/Herkules – eine der schillerndsten Gestalten des antiken Mythos: Einerseits der Heros, der die Menschen von mancherlei Untieren erlöst, andererseits der jähzornige Trunkenbold, der im Wahnsinn Frau und Kinder tötet. Durch die Jahrhunderte wurde der Held immer wieder in Literatur und Kunst dargestellt – so auch von Albrecht Dürer.

Bis heute geben Dürers Holzschnitte und Kupferstiche der Forschung manche harte Nuss zu knacken. So ist es auch beim Herkules-Holzschnitt von 1496, dessen Gewaltszene zunächst an eine der berühmten zwölf Heldentaten denken lässt. Doch kamen alle dahingehenden Deutungen irgendwann an einen toten Punkt. Vielleicht also war alles ganz anders: Denn es gibt noch ein Kapitel aus der Herkules-Mythologie, das heute kaum noch präsent ist, das aber zielgenau in die humanistische Bildungspolitik der Reichsstadt Nürnberg im Jahre 1496 führt.

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern