350 Jahre: Lateinisch-deutscher Stadtspaziergang durch Bayreuth [Termin 1]

Sonntag, 4. Mai 2014 - 14:00

Rom ist weit weg? Über tausend Kilometer? Von wegen! Geographisch mag das ja zutreffen, doch kultur- und geistesgeschichtlich kaum: Römischer Geist durchdringt ganz Europa, und auch in Bayreuth, einer Kleinstadt in Germania libera, begegnet uns Lateinisches auf Schritt und Tritt. Nach der Woche der Alten Sprachen mit ihrem vielfältigen Programm folgt nun die Einladung an die Öffentlichkeit zu einem lateinisch-deutschen Spaziergang durch die Bayreuther Innenstadt.

Alle, die ein Interesse an Stadtgeschichte, Mythenrezeption und lateinischer Sprache haben, sind herzlich eingeladen zu einer intensiveren Betrachtung von Statuen römischer Gottheiten, die zwar sicher vielen nicht ganz unbekannt sind, aber im Alltag oft wenig beachtet und links liegen gelassen werden. Auch der Markgrafenbrunnen mit seinen lateinischen Aufschriften wird eine der Stationen sein. Wir beschäftigen uns mit ihnen exemplarisch für die zahlreichen lateinischen Inschriften Bayreuths, Zeugnisse einer brandheißen Stadtgeschichte und humanistischer Gelehrsamkeit.

 

Begleitet wird der Spaziergang durch Texte, die zu einer Auseinandersetzung mit der Rezeption antiken Gedankenguts anregen: Wie konnte beispielsweise Neptun zu einer Repräsentationsfigur für Bayreuther Regenten werden? Was macht den Mythos um die schöne Galatea so reizvoll? Warum ist es eine feine Sache, ein Medusenhaupt im Gepäck zu haben? Was ist denn im Lauf der Jahrhunderte nur aus Fama geworden? …

Referentin: S. Full, unterstützt von Schülern der 10. und 11. Jahrgangsstufe

Hinweis: Auch für alle Non-, Ex- und Semilatinisten verständlich!

Entwicklung und Umsetzung: Philipp Schmieder Medien – vanbittern